Die Keramikbeschichtung ist eine eigenständige Beschichtung — keine Versiegelung. Sie ist hitzebeständig bis 1.000 °C und damit für Bauteile gemacht, an denen normale Beschichtungen längst versagen würden.

Aufgetragen wird sie als Dünnschichtbeschichtung. Das ist entscheidend: Eine dünne Schicht behindert die Wärmeableitung nicht, sondern erlaubt sie optimal — anders als dicke Aufträge, die Wärme stauen.

Typische Einsatzgebiete sind Abgasanlagen, Krümmer und andere thermisch stark beanspruchte Teile.

Schichtdicke

Warum dünn hier besser ist als dick.

Bei den meisten Beschichtungen gilt: mehr Material, mehr Schutz. Bei thermisch belasteten Bauteilen ist das anders — hier arbeitet die Schichtdicke gegen die Funktion.

Eine dicke Schicht wirkt wie eine Dämmung. Sie hält Wärme im Bauteil, statt sie abzugeben, und kann bei starker Belastung reißen oder abplatzen, weil sich Beschichtung und Grundmaterial unterschiedlich stark ausdehnen.

Deshalb wird die Keramikbeschichtung als Dünnschicht aufgetragen. Sie bleibt eng mit dem Bauteil verbunden, macht dessen Ausdehnung mit und lässt die Wärme dorthin, wo sie hin soll — nach außen.

Einsatz

Wo sie sich lohnt.

Typisch sind Abgasanlagen und Krümmer — also Bauteile, die im Betrieb dauerhaft hohe Temperaturen aushalten müssen und bei denen unbehandeltes Metall mit der Zeit anläuft, verfärbt und korrodiert.

Ebenso geeignet sind andere thermisch stark beanspruchte Teile im Motorraum. Mit einer Hitzebeständigkeit bis 1.000 °C liegt die Beschichtung deutlich über dem, was eine normale Pulverbeschichtung oder Lackierung verträgt — die würde bei diesen Temperaturen verbrennen.

Neben dem Schutz vor Hitze und Korrosion bleibt die Optik erhalten: keine Anlauffarben, keine Rostnester an Schweißnähten.

Abgrenzung

Beschichtung ist nicht gleich Versiegelung.

Der Begriff „Keramik“ taucht bei uns an zwei Stellen auf, und die werden oft verwechselt.

Die Keramikbeschichtung — um die es auf dieser Seite geht — ist eine eigenständige, hitzebeständige Beschichtung für thermisch belastete Bauteile. Sie ist das Hauptverfahren, nicht ein Zusatz.

Die Keramikversiegelung dagegen ist ein optionaler letzter Arbeitsschritt am Ende einer Pulverbeschichtung oder eines Hochglanzverdichtens. Sie legt sich als Schutz auf die fertige Oberfläche und erleichtert unter anderem die Reinigung — hat mit Hitzebeständigkeit aber nichts zu tun.

FAQ

Häufige Fragen.

Wie hitzebeständig ist die Keramikbeschichtung?

Bis 1.000 °C.

Für welche Teile eignet sie sich?

Vor allem für Abgasanlagen, Krümmer und andere thermisch stark beanspruchte Bauteile.

Ist das dasselbe wie eine Keramikversiegelung?

Nein. Die Keramikbeschichtung ist eine eigenständige, hitzebeständige Beschichtung. Eine Keramikversiegelung ist dagegen ein optionaler Schutzschritt am Ende einer Pulverbeschichtung oder eines Hochglanzverdichtens.

Behindert die Beschichtung die Wärmeableitung?

Nein — sie wird bewusst als Dünnschicht aufgetragen, damit die Wärme optimal abgeleitet werden kann.

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